Tortured Soul Asylum
Mondfinsternis

Ein dunkler Kreis verdeckt das grelle Licht,
im düst'ren Land erblüht die Blumenpracht.
Versagt mein klarer Blick in dieser Nacht,
so stört das uns're Winterblüte nicht.

Die roten Rosen blühen schemenhaft
verdeckt, im Wiesenbildnis uns'rer Zeit.
Von schweren Steinen gänzlich neu befreit,
verleiht sie uns'rem Treiben neue Kraft.

Der Mond entschwindet; grauer Schein entsteht.
Vom Winde wird das Feuer 'fort geweht.
Verwelkte Rose zeichnet mir ein Bild.

Die Felder sind vereist; ein kaltes Land.
Man weist die Schuld von seiner eig'nen Hand.
Das Wort "Verzeihung" steht auf keinem Schild.
28.5.07 15:51


Der Monolog der Methis

In Winterzeiten schmilzt der Tau,
die Tropfen fallen spät am Tag.
Wenns meine Sonne heut' vermag,
erblicke ich ihr Meeresblau.

Wie Chronos eile ich erneut.
Doch konnten all die Krähen
den Orkus längst erspähen?
Ich hätt' die Kund doch nicht gescheut.

So schaut nun Themis auf mein Haupt.
Nur Götter dürfen klagen
und Steine mit sich tragen?
An die Vergebung wird geglaubt.

Der Nebel ziert den falschen Stolz,
verdeckt das Licht der heut'gen Zeit.
Auf dass die Einsicht mich befreit,
und auch den Tau, der für mich schmolz.
28.5.07 15:52




Heimseite Der Autor In Gedenken Korrespodenz Vergessene Verse Up to Date RSS-Stinkefüße

Kneipenrunde Black and White Lyrik Texte Internet

Das schwarze Denken Der DunkelBund

Designer Brushes
Gratis bloggen bei
myblog.de